Exkursion: Kreis Olpe, Konfrontationstherapie gegen Rubusfruticose: Brombeer-Exkursion - 25.07.2026 Viele Pflanzenkenner und -kennerinnen neigen zu einer Angststörung (sog. Rubusfruticose) gegenüber den Brombeeren. Tragische Folge ist ein Ausblenden von etwa 5 % der heimischen Flora. Wenig bekannt ist, dass sich diese Phobie, die mit chronischem Leidensdruck einhergeht, behandeln lässt. Die Exkursion war ein erstes therapeutisches Angebot. Unter kundiger Anleitung näherten wir uns an Wegrändern bei Olpe gutartigen Vertretern der Brombeeren und lernten einige häufige Arten kennen. Praktische Selbsthilfetipps beantworteten Fragen wie: Welche Teile der Pflanze werden für eine Bestimmung benötigt und auf welche Merkmale kommt es besonders an? Wie sammelt und präpariert man Rubus -Belege?
Leitung: Dr. Günter Matzke-Hajek
Protokoll
Einführung in die Welt der Brombeeren und die Therapieaussichten bei Rubusfruticose (© A. Jagel)
© A. Jagel
Mittelgebirgsidylle (© C. Beckmann)
Zur Einführung eine weit verbreitete Art mit behaartem Schössling und sichelig gekrümmten Stacheln gleicher Größe, aber (fast) ohne Drüsen: Rubus sprengelii (© A. Jagel)
Im Vergleich dazu ein unbestimmter, verschiedenstacheliger Vertreter der ser. Pallidi mit geneigten, aber geraden Stacheln und zahlreichen Drüsen ... (© A. Jagel)
... und Blättern, die ... © C. Buch
... unterseits graufilzig ... (© A. Jagel)
... und weich behaart sind (© A. Jagel)
Der Fruchtstand (© C. Buch)
© A. Jagel
Eine leicht zu erkennende, (halb-)aufrecht wachsende Brombeerart (ser. "Suberecti" ) mit kahlen Schösslingen und nur kleinen violetten Stacheln (© A. Jagel)
Die Blätter mit drei ... (© C. Buch)
... oder fünf Fiedern ... : Rubus nessensis (© A. Jagel)
... von denen die Endfieder noch geteilt sein kann: Rubus nessensis (© A. Jagel)
Rubus braeuckeri ist ähnlich R. sprengeli , hat aber einen weniger stark behaarten Schössling mit breiteren Stacheln .... (© A. Jagel)
... und der Blattrand ist fein gewellt (© A. Jagel)
Rubus braeuckeri ist nur hier im Sauerland häufig (© A. Jagel)
Die Art hat weiße Kronblätter und kurze Staubfäden (© C. Buch)
Neugierde (© A. Jagel)
Nun ein kahler Schössling mit langen Stieldrüsen und nadeligen Stacheln (ser. Glandulosi ) und ... (© C. Buch)
... recht derben, schwach behaarten Blättern (© C. Buch)
Die Art wurde lange übersehen und deshalb Rubus ignoratus getauft (© A. Jagel)
Blattoberseite (© C. Buch)
Blattunterseite (© A. Jagel)
Charakteristisch außerdem die dichten Stieldrüsen AUF den oberen Blättern im Blütenstand (© A. Jagel)
Wer kann sich das alles merken?? (© A. Jagel)
Aber weiter geht's mit einem Erstfund für den Kreis Olpe: Rubus langei ... (© C. Buch)
... mit Mörderstacheln und ... (© C. Buch)
© A. Jagel
© C. Buch
.... fast weißer Blattunterseite (© A. Jagel)
... auch die Stacheln im Blütenstand sind heftig (© A. Jagel)
Ab nun wird mit Erinnerungshilfen gearbeitet (© A. Jagel)
Am Straßenrand ein Bestand von Rubus foliosus ... (© A. Jagel)
... mit einem Schössling mit unterschiedlich großen Stacheln, Stieldrüsen und Haaren (© A. Jagel)
Blätter 3- ... (© C. Buch)
... oder 5-zählig, ... (© A. Jagel)
... mit oberseits wenig, ... (© C. Buch)
... unterseits weicher Behaarung (© A. Jagel)
Blütenstand zickzack-förmig. Oft kommen mehreren Blüten scheinbar aus einer Achsel (© A. Jagel)
Ortswechsel mit noch ein paar neuen Arten (© A. Jagel)
Wieder ein kahler Schössling, jetzt aber mit gekrümmten Stacheln und ... (© A. Jagel)
... die unteren Seitenfiedern 5-zähliger Blätter sind ungestielt: ... (© A. Jagel)
© A. Jagel
... Rubus plicatus (© A. Jagel)
Und noch eine leicht Erkennbare: Rubus laciniatus , aus dem Garten entkommen (© A. Jagel)
In Gärten oft unbewehrt, hier aber mit Stacheln (© A. Jagel)
Die Art hat typisch geschlitzte Blätter (© C. Buch)
Noch ein Erstfund für den Kreis Olpe: mit sehr breitfüßigen Stacheln .... (© C. Buch)
© A. Jagel
... Rubus platyacanthus (© A. Jagel)
Er gehört – wie alle bisher vorgestellten Arten – zu den Echten Brombeeren (sect. Rubus ) ... (© A. Jagel)
Daher nun noch ein (vorläufig unbestimmter) Vertreter aus der Gruppe der Haselblatt-Brombeeren (sect. Corylifolii )... (© A. Jagel)
Erkennbar an breiten Nebenblättchen und durchgehend gefurchtem Blattstiel (© A. Jagel)
Zum Schluss eine Demonstration, wie richtig gepresst wird (© C. Beckmann)
Zuhause kommt die Presse dann auf den sog. Weber-Grill (© H. Geier)
Ansprechpartner: Armin Jagel