Im Nationalpark Eifel steht grundsätzlich die freie Urwaldentwicklung im Mittelpunkt. Ausgenommen sind historische Wiesenflächen mit besonderer Bedeutung für Flora und Fauna.
Vor Jahrhunderten ist aus bitterer Not eine Bewässerungsmethode für Wiesen entwickelt worden. Diese verursachte mit gleichzeitiger extensiver Nutzung die Ausbreitung der Narzissen. Zwar sind die historischen Nutzungen mittlerweile durch Traktoren abgelöst worden, dennoch können auch heute noch hunderttausende Narzissen im deutsch-belgischen Grenzgebiet bewundert werden.

Leitung: Uwe Schröder

Protokoll

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Schon auf der Hinfahrt steigt die Vorfreude mit jedem Kilometer: Bei Monschau begrüßen uns bereits die ersten Eifelnarzissen am Straßenrand (© C. Buch).
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Doch wir sind nicht die einzigen Menschen am Treffpunkt. Mehrere Millionen Touristen kommen jährlich in die Region, um die Narzissen zu sehen. Also erstmal einen Parkplatz suchen und die richtige Gruppe finden (© C. Buch).
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Erklärungen zur Entstehung der Narzissenwiesen und zum Exkursionsgebiet (© C. Buch).
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Schnell runter vom Parkplatz ... (© C. Buch)
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... und in die romantische Aue des Perlbachs und seiner Zuflüsse (© C. Buch).
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Die bis ins 18. Jahrhundert noch zu Millionen hier vorkommende Fluss-Perlmuschel, die dem Bach den Namen gab, wurde nach Beendigung der Fürstenherrschaft durch die in großer Armut lebende Bevölkerung geplündert und so fast zum Aussterben gebracht. Bislang sind Schutzprojekte leider nur wenig erfolgreich. (© G. Falk)
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Viele ehemalige Narzissenwiesen wurden ab Mitte des letzten Jahrhunderts mit Fichten aufgeforstet ... (© C. Buch)
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... oder durch falsche Bewirtschaftung und Eutrophierung zerstört (© C. Buch).

Aus wirtschaftlicher Not wurden diese Wiesen früher im zeitigen Frühling gezielt mit Wasser aus Quellen und kleineren Zuflüssen geflutet, um den Schnee zu schmelzen und Nährstoffe einzutragen. Mit steigendem Wohlstand und der Erfindung des Kunstdüngers erübrigte sich dies. Die Narzissen allerdings wurden stark zurückgedrängt. Erst ab den 1980er Jahren erfolgten dann gezielte Schutzprojekte.

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© C. Buch
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Eine erste einsame Narzisse blüht ... (© C. Buch) 
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... und sorgt für große Aufregung (© C. Buch).
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Zur Beruhigung erstmal Grasfrosch-Laichballen in einer Fahrspur (© C. Buch)
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So stellt man sich den Eifel-Urwald vor. Karge Silikatfelsen mit krüppeligen Eichen und Buchen mit Besenheide und weiteren Heidearten auf ihren Kuppen. Durch die gute Wüchsigkeit von Forstbäumen wie Fichte und Douglasie bei Niederschlägen bis zu 1200 mm pro Jahr fällt die Rückentwicklung zum Buchen-Eichenwald im Nationalpark schwer und ist wahrscheinlich erst in vielen Jahrhunderten vollendet (© C. Buch).
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Eine einsame Fichte lässt der Förster allerdings hier und da zum Schutz der Wildkatze stehen (© C. Buch).
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Für die Narzissen sind Wiesen jedoch nur die Sekundärstandorte, ... (© C. Buch)
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... ursprünglich standen sie wohl hauptsächlich in den Bachauen ... (© C. Buch)
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... und an sickerfeuchten Waldhängen (© C. Buch).
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Diese werden häufig von dicken Torfmoos-Polstern überzogen (© C. Buch).
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Hier hat einer der aktuell ca. 200 Biber in der Eifel einen Baum umgelegt (© C. Buch).
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© G. Falk
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... während an anderer Stelle Waldarbeiter die Fichten zugunsten der Buche gefällt haben (© C. Buch).
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Felsen mit Besenheide ... (© C. Buch)
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... und Felsen mit Narzissen (© C. Buch).

Und nun geht´s auch endlich richtig los mit dem Narzissenspaß!
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© C. Buch
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© C. Buch
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© C. Buch
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Im Gegensatz zu einigen Narzissenarten und -sorten, die bei uns aus Gärten und Parks verwildern ... (© C. Buch)
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... ist bei Narcissus pseudonarcissus die Hauptkrone etwas heller als die Nebenkrone (© C. Buch).
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Zahlreiche Bestäuber sind auch vorhanden ... (© G. Falk)
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... einer fällt auch gleich aus der Blüte ... (© C. Buch)
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... und wird begutachtet (© C. Buch).
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Die Hauptblütezeit der Bestände, insbesondere an kühleren Standorten, folgt in den kommenden Wochen (© C. Buch).
 
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Das Betreten der Wiesen ist angesichts der Besucherflut zu Recht untersagt ... (© C. Buch)
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... denn hier kommen noch weitere seltene Pflanzen- und Tierarten vor, wie der Ameisen-Bläuling (hier ein Modell aus Wolle) (© C. Buch).
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Ein kleines Zitat aus dem im Jahr 1939 noch sehr dünnen "Schmeil-Fitschen". In der Pflanzenfamilie wurden nur Narzissen, Schneeglöckchen und Märzenbecher unterschieden (© C. Buch).
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Narzissen in Hülle und Fülle, so weit das Auge reicht (© C. Buch).
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Nach einer verdienten Pause ... (© C. Buch)
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... geht es langsam zurück (© C. Buch).
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Vorbei an noch mehr Heidevegetation mit Heidelbeere (Vaccinium myrtillus, © C. Buch) ...
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... Preisselbeere (Vaccinium vitis-idaea, © C. Buch) ...
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... und Borstgras (Nardus stricta, © C. Buch).

Am Schluss dann ein Überraschungs-Highlight, allerdings mit Ansage des Experten, der es schon witterte ...
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© C. Buch
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© C. Buch
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Ein großer Bestand des Keulen-Bärlapps (Lycopodium clavatum, © C. Buch) ...
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... was ein toller Tag! (© C. Buch)
  Ansprechpartnerin: Coriinne Buch