Exkursion: Bochum-Weitmar, Weitmarer Holz - 19.07.2008

Das Weitmarer Holz ist das größte zusammenhängende Waldgebiet in Bochum. Es stellt einen Ausläufer des Ardeygebirges und liegt damit an der Grenze zwischen den Großlandschaften Süderbergland und Westfälische Bucht. Trotz des sehr starken Nutzung als Naherholungsgebiet (insbesondere durch Spaziergänger, Hunde, Jogger und Reiter) gibt es dort noch naturnahe Teilbereiche und die Botanik hat einige seltene Pflanzenarten zu bieten. Von zentralem Interesse sollte an diesem Tag der Aufbau und die Zusammensetzung des natürlicherweise im Süden Bochums auftretenden Hainsimsen-Buchenwaldes (Luzulo-Fagetum) sein. Daneben ist das Auftreten von neophytischen Verwilderungen und deren Einfluss auf die ursprüngliche Vegetation von Interesse. Bei düsterem, regnerischen Wetter führte uns ein etwa 3 1/2-stündiger Rundgang vom Parkplatz am Wirtshaus Borgböhmer durch den südöstlichen Teil des Weitmarer Holzes, dann durch das Tal des Bliestollens und der Blankensteiner Str. zu den Wäldern an den Steilhängen der Ruhr und über das "Kap Kaminski" zurück zum Ausgangspunkt.

Leitung: Ingo Hetzel

Protokoll

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Treffpunkt am Parkplatz, Sommer sieht anders aus!
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Übersicht über die Exkursionsroute
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Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) mit Befall durch die seit einiger Zeit auftretende Rosskastanien-Miniermotte (Cameraria ohridella).
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Hülse oder Stechpalme (Ilex aquifolium) in der Strauchschicht
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Eine Übersicht über Heimisches ...
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und Invasives in einem bodensauren Buchenwald
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Die Hänge und Böschungen zeichnen sich durch besonders viel Farne aus, darunter auch einige Arten, die auf das nahgelegene Bergland hinweisen:
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Rippenfarn (Blechnum spicant)
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Bergfarn (Oreopteris limbosperma), mit randlich stehenden Sori, sehr selten in Bochum
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Buchenfarn (Phegopteris connectilis), einziges Vorkommen in Bochum)
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In multikultureller Eintracht nebeneinander: das heimische Große Springkraut oder Rühr-mich-nicht-an (Impatiens noli-tangere) ...
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und der aus Ostasien stammende, aber schon seit langem bei uns eingebürgerte Neophyt, das Kleinblütige Springkraut (Impatiens parviflora)
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Kleiner Snack am Wegrand, die Himbeere (Rubus idaeus)
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trotz des ausländischen Nachnamens eine alteingesessene Art, der verbreitete Gewöhnliche Klettenkerbel (Torilis japonica)
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Nicht eben häufig im Bochumer Raum, der Faulbaum (Frangula alnus), Futterpflanze der Raupe des Zitronenfalters
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Spuren eines Gehölzliebhabers, die hier eigentlich nichts zu suchen haben: einer von zwei gepflanzten Riesen-Mammutbäumen (Sequoiadendron giganteum)
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Eine der wenigen, die dem Wetter etwas abgewinnen konnte: die Garten-Schnirkelschnecke (Cepaea hortensis)
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News über die die Ausbreitung der Walnuss (Juglans regia) im Ruhrgebiet
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Und noch ein seltener Farn: der Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris)
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Der Fruchtstand des sehr giftigen Aronstabs (Arum maculatum) zwischen Eichen-Keimlingen
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Berg-Ulme (Ulmus glabra)
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Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine)
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Sämlinge der amerikanischen Rot-Eiche (Quercus rubra), die von einem Pilz befallen sind
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und an den steilen Ruhrhängen an der Nordgrenze der natürlichen Verbeitung ...
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dichte Bestände der Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica), die im Gartenbereich auch als Bodendecker für dunkle Ecken verkauft wird.

 

Ansprechpartner: Armin Jagel